Mittelmeerkrankheiten

Zu unseren Aufgaben als seriöser Tierschutzverein gehört auch, Sie umfangreich über mögliche Probleme und Krankheiten, die ein Tier aus dem Ausland mitbringen kann, zu informieren.

In Süd- und Osteuropa existieren einige Krankheiten, die bisher in Mittel- und Nordeuropa nicht heimisch waren und daher vielen Menschen und auch Tierärzten nicht bekannt sind. Einige dieser Krankheiten sind unbehandelt für den Hund tödlich, oder können ihn zumindest schwer schädigen. Die Diagnostiken und Therapien werden immer besser und ausgereifter, dennoch können sich die Aussagen widersprechen oder unterschiedlich sein. Es kommt vor, dass eine Erkrankung eines Hundes erst in einem zweiten Test festgestellt wird.

Deswegen ist es zwingend notwendig, den Hund kurz nach Einreise zu testen. Einen zweiten Nachtest empfehlen wir nach ca. 9 Monaten nach der Einreise nach Deutschland. Ein solcher Test kostet zwischen 100 bis 120 Euro. Welpen können ab einem Alter von 6 Monaten getestet werden. Wenn Sie sich für einen Hund aus dem südeuropäischen und osteuropäischen Ausland entscheiden, sollten Sie sich des Risikos bewusst sein, dass ihr Hund evtl. eine Erkrankung hat, die in ihm schlummert, und sich sicher sein, einer Erkrankung nervlich, zeitlich und finanziell gewachsen zu sein.

Zu unseren Aufgaben als seriöser Tierschutzverein gehört auch, Sie umfangreich über mögliche Probleme und Krankheiten, die ein Tier aus dem Ausland mitbringen kann, zu informieren. Wir sind keine Tierärzte und bitten Sie dieses Informationen als Hinweis zu nehmen, ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Nehmen Sie sich zwischen all der Vorfreude die Zeit, sich die Punkte in Ruhe mit der gesamten Familie durchzulesen und zu besprechen, denn die Anschaffung eines Tieres und ganz besonders die Anschaffung eines Tierschutzhundes aus dem Ausland sollte gut überlegt sein.

Auf Sardinien haben wir es hauptsächlich Leishmaniose, Ehrlichiose, Babiose, Hepatozoonose und Filariose zu tun.

Anaplasmose
Die Anaplasmose wird vom Holzbock übertragen. Der Erreger ist auch in Deutschland verbreitet und kommt zudem in ganz Nord- und Mitteleuropa vor.
Babesiose
Die Babesiose wird nur durch Zecken übertragen. Babesien kommen weltweit vor – es sind einzellige Parasiten, die durch die Auwaldzecke und die Braune Hundezecke übertragen werden.
Ehrlichiose
Die Ehrlichiose ist eine Infektionskrankheit, die durch das Bakterium Ehrlichia canis verursacht wird. Ehrlichia canis gehört zur Ordnung der Rickettsien und wird von dem Biss der braunen Hundezeck übertragen.
Filariose
Als Filariosen werden mehrere Erkrankungen bezeichnet, die durch die Infektion mit parasitischen Fadenwürmern entstehen. Hierzu gehören der Herzwurm und der Hundehautwurm.
Hepatozoonose
Die Hepatozoonose ist eine recht neue Erkrankung in Europa und stammt ursprünglich aus Afrika. Der Erreger ist Hepatozoon canis und gehört zu den Kokzidien.
Leishmaniose
Die Leishmaniose wird durch den Stich von Sandmücken übertragen. Auf Sardinien kommt vor allem die Sandmückenart Phlebotomus perniciosus vor.
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