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Taya

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Folgende Mail erreichte uns heute aus Olbia:

20.03.2008: Taya lag schon über einer Woche regungslos neben der Bahnlinie und wartet auf jemanden, erzählen mir die Arbeiter die neben der Eisenbahnlinie arbeiteten. Doch niemand wusste auf wen sie dort wartet.
Heute Morgen als man ihr nun helfen wollte, hat sie sich buchstäblich vor einen Zug geschmissen und wurde auf die Gleise geschleudert. Es schien zunächst als wäre sie tot, doch Taya lebt. Keiner wusste wie man Taya helfen könne und so wurden wir von den Männern verständigt. Wir haben sie natürlich sofort in die Klinik gebracht, wo sie sogleich untersucht wurde.
Taya hat „nur“ die beiden Vorderläufe gebrochen und das bekommen wir wieder hin. Wir sind davon überzeugt, dass Taya nur durch ein Wunder überlebt hat. Wir werden Taya wieder gesund pflegen und ihr neues Vertrauen in das Leben schenken, auch wenn wir derzeit am Limit unserer Möglichkeiten angelangt sind.
Taya, wir schaffen das gemeinsam!


Taya wurde in der Klinik sofort aufgenommen und operiert. Die ersten Untersuchungen zeigten, dass sie einen Milrriss hatte, der bereits behandelt wurde. Zudem hatte die Hündin eine starke Entzündung der Gebährmutter - wer weiß, wie lange schon. Laut den Ärzten hätte sie hiermit noch maximal 2-3 Tage leben können. Die Gebährmutter wurde entfernt. Der Bruch an den Vorderbeinen stellte sich also als das kleinste Problem heraus. In einem Bein wurde eine Schiene eingesetzt und das andere musste nur äußerlich versorgt werden.

Die ärzte haben Tayra das Leben gerettet und wir werden sie nun so schnell wie möglich nach Deutschland holen. Die wunderschöne Hündin soll ein Zuhause finden, in dem sie die letzten Erfahrungen schnell vergessen darf! Wir stellen so schnell wie möglich weitere Informationen ein.

Aktualisierung vom 11. April 2008

Nachdem Taya zunächst im Rifugio aufgenommen wurde und sie zunehmend stabil wurde, stellte sie in der letzten Woche plötzlich wieder das Essen und Trinken ein. Ihr ging es schlecht und die Mitarbeiter des Rifugio brachten sie deshalb wieder zurück in die Tierklinik. Sie waren ratlos, denn eigentlich hatte sie die OP gut überstanden.

In der Klinik stellte sich heraus. dass sich in Tayas Bauchraum 6 Liter Urin angesammelt hatten. Der Grund hierfür ist noch unklar. Sie wird nun weiter untersucht und zur Zeit künstlich ernährt. Ihr scheint jeder Lebenswille verloren gegangen zu sein. Wir hoffen nun, dass sich schnell die Ursache für ihren derzeitigen Zustand findet und wir hoffen vor allem, dass Taya bald auch psyschich wieder stabiler wird.

Aktualisierung vom 17. April 2008


Ihr Zustand hat sich zwar leicht verbessert, ist aber immer noch nicht so wie wir uns das wünschen würden. Wie ihr ja wisst, wurde sie von einem Zug erfasst und musste an den Vorderpfoten und der Milz operiert werden. Als sie danach im Rifugio aufgenommen wurde, verschlechterte sich ihr Zustand zusehends. Sie wollte nicht mehr fressen und ihre weißen Blutkörperchen bildeten sich nicht so zurück wie sie eigentlich sollten, so dass die Tierärzte am Montag eine Blutprobe entnahmen und diese in eine Klinik schickten. 
Doch irgendetwas sagte uns, dass wir schnell handeln müssen und so brachten wir Taya wieder in die Tierklinik, wo sie auch umgehend operiert wurde. Es stellte sich heraus, dass Taya über 6 Liter Urin im Bauchraum hatte und der Darm nur noch eine einzige Masse war. Aber Taya möchte leben und sie sprach auch umgehend auf die Therapie an. Die Tierärztin wollte uns aber keine falschen Hoffnungen machen, denn Tayas Zustand ist sehr besorgniserregend und es hängt alles davon ab, ob der Darm und die Blase wieder normal beginnen zu arbeiten.
Als ich sie heute besucht habe, hat sie sich sogar von mir den Bauch streicheln lassen aber dennoch heißt es seitens der Tierärzte immer noch, wir sollen uns keine falschen Hoffnungen machen.
Ich bitte euch alle, helft uns Taya zu retten, sie hat es so sehr verdient! Wir dürfen sie jetzt nicht aufgeben. Sie ist eine so süße und liebenswerte Hündin!
Wir wissen, dass Tayas Zustand noch immer schlimm ist aber wir glauben an Wunder und Taya wird es schaffen!

Aktualisierung vom 30. April 2008

Es gibt etwas, woran wir uns wahrscheinlich niemals gewöhnen werden - es ist der Abschied von unseren Schützlingen, die Trauer und die Einsicht, dass wir manchmal nichts mehr tun können, als unsere Freunde auf ihrem letzten Weg zu begleiten....

Taya wurde am 04. April von Nicola, einem Tierarzt in Olbia, operiert. Im Bauchraum hatten sich einige Liter Flüssigkeit angesammelt. Nach mehreren Untersuchungen und Befunden stellte sich folgendes heraus;

Tayas Darm war eine einzige "Masse" und ihr Organismus hat ihn als Fremdkörper angesehen - er wollte ihn abstoßen. Das hatte zur Folge, dass sich immer wieder neue Flüssigkeit sammelte und punktiert werden musste. Taya bekam nun Medikamente, die den tödlichen Kreislauf unterbrechen sollten.

Während Taya sich sehr über die täglichen Besuche von Cosetta freute, die ihr jeden Tag eine frisch gekochte Mahlzeit brachte, die dann auch gleich dankbar verspeist wurde, nahm sie trotzdem immer weiter ab. Taya war eine ausgesprochen liebe und sanfte Hündin. Der Anblick des immer weiter fortschreitenden Verfalls brach Cosetta jeden Tag das Herz. Taya wurde dünner und dünner.

Trotz der Medikamente konnte die Flüssigkeitsbildung im Bauraum nicht gestoppt werden. Gestern Abend hat dann Cosetta wie immer ihr selbst gekochtes Essen in die Klinik gebracht, das Taya auch gefressen hat. Noch auf dem Weg von der Klinik nach Hause erreichte Cosetta dann die Nachricht, dass Taya gegen 21.30 Uhr für immer die Augen geschlossen hat. Ihr Herz hat einfach aufgehört zu schlagen.

Liebe Taya, ich bin froh, dass ich Dich kennen lernen durfte und wir wissen - Du bist nicht fort, Du bist nur voraus gegangen. Viel zu früh.

Deine Claudia, im Namen aller Helfer von NiemandsHunde

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