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Wieder einmal müssen wir Abschied nehmen von einem Niemandshund.

Leo blieben nur 16 Monate Zeit, um sein Leben als Jemandshund glücklich, geborgen und über alles geliebt bei der sehr tierlieben und erfahrenen Familie Franke-Lux zu geniessen. Leo ist am frühen Morgen des 9. Mai in den Armen von Ellen Franke-Lux eingeschlafen.

Ein paar Tage zuvor baute Leo körperlich schon sehr stark ab, war schlapp und musste erbrechen. Täglich kam der Tierarzt ins Haus, stabilisierte seinen Kreislauf und behandelte die Symptome, die auf eine Gastritis schliessen liessen. Einen Tag, bevor Leo über die Regenbogenbrücke ging, schaffte er es sogar noch einmal alleine, in "sein" geliebtes Auto zu steigen, um in die Tierarztpraxis zu fahren. Doch am nächsten Tag hörte sein Herz einfach auf zu schlagen...

Leo kam als Notfallhund in die Obhut der italienischen Helfer und konnte Dank der Unterstützung so vieler Niemandshunde-Helfer und der sehr, sehr spontanen Zusage von Familie Franke-Lux, nachdem sie von Leos Schicksal erfuhren, im Januar 2007 nach Deuschland kommen. Bis dahin hatte Leo nichts Gutes erlebt, dies zeigte schon sein allgemeiner körperlicher Zustand. Mehrere Jahre schlechte und keineswegs artgerechte Haltung lagen hinter ihm, schliesslich wurde er von seinem Menschen einfach entsorgt und landete an einer Kette eines verlassenen Grundstücks bei Olbia.

Aber Leo meisterte die anstrengende Reise nach Deutschland, voller Vertrauen und Zuversicht zeigte er sich absolut lieb gegenüber allen Menschen, die sich auf einmal seiner annahmen.

Leo nannte ab jetzt ein riesiges Resthof-Grundstück mit 2 Schweinen, 2 Schafen, mehreren Hunden, Katzen, einer liebevollen Familie und rundherum Natur sein neues Zuhause. Leo war nun in ständiger Behandlung und Dauergast beim Tierarzt. Neben sehr schlechten Zähnen, Ohrenentzündung, Hautmilben und verkümmerten Muskeln machte Leo eine schlimme Spondilose zu schaffen. Familie Franke-Lux scheute keine Mühen und Kosten und peppelte ihn auf. Leo blühte zusehends auf.

Er wurde zum Schatten des Frauchens und zum Schatz des Herrchens. Leo hatte nun auf seinem riesigen Grundstück allerhand zu tun und machte seiner Rasse als Hütehund aller Ehre. Das war genau das, was ihm Jahre lang verwehrt blieb und nun zum ersten Mal in seinem Leben war er so richtig in seinem Element. Er zeigte dem Hunderudel, wo es lang ging, war freundlich zu jedem Besucher, liebte Kinder über alles und half Frauchen, wo er nur konnte. Leo war ständig an Frauchens Seite, liebte das Autofahren, war immer dabei, wenn einer der anderen Hunde zum Tierarzt musste  - er war einfach die treue Seele im Haushalt, von jedem akzeptiert, von jedem geliebt - ob Hund, Schwein, Schaf oder Mensch!

Du warst ein Prachtkerl, Leo!

Du hast soviel Liebe und Freude geschenkt. Du hast immer alles gegeben, denn das lag in Deiner Natur und man sah, wie glücklich Du dabei warst! Wir sind froh, dass wir Dir wenigstens dieses kurze Glück ermöglichen konnten, aber auch sehr traurig, dass Du so schnell von uns gegangen bist. Du hinterlässt in Deinem Rudel eine riesengrosse Lücke - wir sind fassunglos und voller Trauer. Du warst ein so besonderer Hund und sehr viele Menschen sind in diesen Tagen in Gedanken bei Dir, um Abschied zu nehmen!

In unseren Herzen bleibst Du unvergessen!
Schlaf schön, kleiner grosser Leo!

Vielen Dank, Ellen und Torsten, dass Ihr Leo dieses Leben in Liebe und Glück geschenkt habt.