
Kaspar , 08/2007 geb. - 14.04.2009 verstorben
Kaspar kam schon als sehr kleiner Welpe in unser Partnertierheim auf Sardinien, das über 700 Hunde betreut. Dort hat er keine Chance auf eine Vermittlung.
Begegnet man Kaspar, so ist man sofort von seiner außergewöhnlichen Erscheinung fasziniert. Da bei unserer Vermittlungsarbeit aber eindeutig das Wesen der Hunde im Vordergrund steht, konnte uns Kaspar auch hier überzeugen.
Er lebt in einem gemischten Rudel, in dem er zu den Rangniederen gehört. Betritt man sein Gehege, dann kommt er freudig zu einem gelaufen, ist hierbei aber nie stürmisch oder aufdringlich. Er ist dabei eher sanft und lässt sich schnell von den anderen Hunden im Rudel abdrängen.
Mit anderen Hunden, Rüden und Hündinnen, ist er sehr gut verträglich.
Als wir hörten, dass er Leishmaniose positiv ist, wussten wir, dass seine Vermittlungschancen, trotz seines lieben Wesens, sehr gering sein werden. Trotzdem möchten wir ihm diese Chance geben.
Wir suchen für Kaspar ganz besondere Menschen, die vielleicht auch schon eigene Erfahrungen mit Leishmaniose positiven Hunden gemacht haben.

Aktualisierung vom 27. März 2009:
Bei Kaspar wurde aufgrund von einer guten Anfrage ein erneuter Mittelmeertest und ein Blutbild zum Abgleich gemacht. Das Blutbild zeigt extrem schlechte Werte bei den Nieren, so dass man darauf schließen kann, dass die Funktion stark eingeschränkt ist. Zudem hat Kaspar innerhalb kurzer Zeit so stark an Gewicht verloren, dass mittlerweile alle Knochen hervor stehen.
Aufgrund Kaspars positivem Leishmaniose Befund wurde bei ihm alle 6 Monate ein Blutbild zur Kontrolle vorgenommen. Bisher lagen alle Werte im guten Normbereich. Umso erschreckender ist für uns alle die Nachricht, dass Kaspar so schwer erkrankt ist. Der Tierarzt hat Kaspar in das Ambulatorium bringen lassen, wo er gezielt behandelt werden kann.
Seine Interessenten möchten Kaspar jetzt umso mehr helfen und sind nicht von der Vermittlung zurück getreten. Wir danken seinen Menschen, dass sie Kaspar ein Zuhause schenken möchten, auch wenn niemand sagen kann, ob er seine Erkrankung übersteht.

Aktualisierung vom 11. April 2009:
Kaspar hat sein Zuhause verloren und wurde auf einer unserer Pflegestellen aufgenommen. Durch einen schweren Krankheitsfall in der Familie, konnte die Betreuung von Kaspar in seinem Zuhause nicht mehr gewährleistet werden. Wir waren zutiefst schockiert darüber, da dieser Wechsel bei seinem Gesundheitszustand eine große Belastung bedeutet. Ohne zu zögern haben Susanne und Manfred ihre Hilfe angeboten, um Kaspar zu helfen. Seit seiner Ankunft in Deutschland wurde er intensiv medizinisch betreut. Seine Nieren arbeiten zu 70% nicht mehr. Wir danken Frau Dr. Wolf, dass sie heute trotz ihres Urlaubs sofort die Behandlung von Kaspar übernommen hat. Es wurde unter anderem erneut ein Blutbild gemacht, das eine weitere Verschlechterung seines Gesundheitszustands anzeigt.
Kaspar bekommt jetzt täglich Infusionen und Medikamente, um eine weitere Schädigung der Nieren aufzuhalten. Aus medizinischer Sicht stehen die Aussichten auf Heilung nicht gut, aber solange noch eine Chance da ist, werden wir alles in unserer Macht stehende versuchen, um sein Leben zu retten.
Da Kaspar immer die Nähe der Menschen sucht und ihnen stetig folgt, wechseln sich Susanne, Manfred und ihre Kinder dabei ab, sich zu Kaspar zu legen, wenn er seine lebenswichtigen Infusionen bekommt, die über eine Dauer von ca. 5 Stunden intravinös gegeben werden. Wir sind dankbar dafür, dass Kaspar auf dieser wundervollen Pflegestelle aufgenommen wurde, die ihm jetzt das gibt wonach er sich immer am meisten gesehnt hat - Liebe und Geborgenheit.
Die kommenden Tagen werden entscheiden, ob wir Kaspars Leben werden retten können. Wir hoffen und beten für ihn, dass er den Kampf gewinnt.
14. April 2009 Wir nehmen Abschied von Kaspar...
Kaspar ist heute morgen über die Regenbogenbrücke gegangen. Wir sind zutiefst erschüttert, dass unsere Hilfe für Kaspar zu spät kam. Wir haben alles in unserer Macht stehende versucht, um sein Leben zu retten.

Kaspar durfte in den vergangenen Tagen noch einmal erleben, was es bedeutet geliebt und beschützt zu werden. Er hat es unendlich genossen und er war nur in der Nähe seiner Pflegeeltern glücklich. Susanne, Manfred und ihre Kinder haben Tag und Nacht um das Leben von Kapsar gekämpft - aber es war vergebens. Wir danken ihnen von Herzen, dass sie Kaspar in diesen schweren Tagen zur Seite standen.

Kaspar hatte das Fressen seit zwei Tagen eingestellt und die Blutwerte zeigten eine stetige Verschlechterung seines Gesundheitszustandes an. Er wurde von seinem Leiden erlöst und schlief friedlich in den Armen von Susanne ein.
Kaspar, wir werden Dich nie vergessen.