Giovanni
hat es geschafft!
Giovanni wurde von acht Paten mit 176,00 Euro monatlich unterstützt. Wir danken Julika Assmus, Sandra Heimbach, Ulrike Janzen, Barbara Reinecke, J. S., Doris Schlicht, Andrea Schuck, Hannelore Schwingenstein und Andrea Werner-Gessendorfer für diese Hilfe!
Im März 2010 kann Giovanni seinen Weg ins neue Glück antreten! Er hat ein wunderbares Zuhause gefunden und wird schon sehnsüchtig von seiner neuen Familie erwartet, die aus weiteren Zwei- und Vierbeinern besteht. Die Patenschafts-Gelder werden dennoch weiterhin für die medizinischen Kosten benötigt und unsere Paten entsprechend informiert.

18.11.2009 Giovannino: ein Symbol des Wahnsinns und der menschlichen Barberei
sehen sie hier das video auf youtube!
Giovanni musste aus einer Falle befreit werden. Es ist unsäglich, welche Schmerzen er ausgestanden hat. Die Bilder und das Video, was die Helfer in Olbia eingestellt haben ersetzt jede weitere Erklärung!
Diese Mail erreichte uns heute von Cosetta (Leiterin des Rifugio in Olbia): Gestern gegen 11 Uhr kam der hundertste Anruf der Feuerwehr von Olbia: unser Einsatz ist gefragt, es handelt sich um einen Hund der sich in einen Bauernhof geflüchtet hat an der Sraßengabelung nach Porto Rotondo, gefangen in einer Falle. Wie immer machen wir uns auf den Weg..........
Mit großer Mühe ist es uns gelungen, den Hund in das Auto zu hieven und in die Klinik zu fahren. Der Ausdruck "ist es uns gelungen" resultiert aus der Szene, die sich uns präsentierte, als wir zu ihm kamen. Sein Blick war von Schrecken gezeichnet, man las in seinen Augen seinen ganzen Schmerz und seine Verzweiflung. Sein Zustand war sehr schlecht, er war in einer Stahlschlinge gefangen.
Er ist ein wunderschöner und junger Hund, wahrscheinlich eine Hütehundmischung und seine Magerkeit läßt darauf schließen, dass er schon seit langer Zeit vagabundiert. Die Stahlschlinge, die ihn gefangen hielt, hat sich fest um seinen Vorderlauf geschlungen, erst um einen Punkt und dann ist sie verrutscht und hat sich noch einmal fest um das Bein geschlungen. Das Bein hat enorme Schäden davongetragen und man kann an den Punkten den Knochen, die Gefäße, die Muskeln sehen und die Nerven waren komplett abgeschnitten.
Das Ende des Beinchens ist noch vital dank einiger noch durchbluteter Gefäße, aber die Schäden an der Muskulatur sind wahrscheinlich irreparabel. Der Zustand der Verletzung lässt darauf schließen, dass die Verletzung einige Tage alt ist. Wir versuchen das Bein zu retten, wenn es möglich ist, denn es ist ungeheuer wichtig im Hinblick auf die Größe des Hundes, aber vielleicht wird eine Amputation die einzige akzeptable Lösung sein.
Es gibt Momente, da scheint es, dass alles, was wir tun und überall dort, wo wir hinkommen, wir uns einem Gedanken gegenübersehen: was für einen Sinn machen unsere Rennen?
Helft uns, Giovannino zu helfen.....“
Wir hoffen von ganzem Herzen, dass das Bein vielleicht doch noch erhalten werden kann!! Giovanni ist ein großer Hütehund-Mischling. Als solcher hat er so gut wie keinerlei Vermittlungschancen und sein weiterer, sehr trauriger Weg wird der ins Rifugio sein. Ob er hier jemals wieder raus kommt ist fraglich.
19.11.2009 Nach ersten Einschätzungen der Tierärzte wird man das Bein von Giovanni retten können. Allerdings wird es eine sehr aufwendige Operation, in der auch Bänder und Sehnen rekonstruiert werden. Sein Allgemeinzustand ist zu schlecht, um ihn einer solche langen OP zu unterziehen. Die nächsten Tage muss er erst einmal zu Kräften kommen. Wir berichten sofort, wenn es weitergeht!

21.11.2009 viele Mails haben uns erreicht...
Viele Mails haben uns zum Schicksal von Giovanni erreicht und immer wieder tauchte die Frage auf, ob man ihm die Ohren abgetrennt hat. Für die meisten Tierfreunde ist Giovannis Schicksal so schon kaum zu ertragen, wie wir es zeigen müssen. Deshalb haben wir auf manche zusätzlichen Einzelheiten verzichtet. Zumal sie im aktuellen Zustand von Giovanni auch keine Rolle mehr spielen. Aber aufgrund der vielen Nachfragen möchten wir die Frage nun auch auf der Homepage beantworten...
Giovannis Ohren wurden unendlich brutal abgeschnitten. Als würde das nicht reichen, wurde ebenso der Schwanz abgetrennt.
Das Schicksal von Giovanni ist unendlich grausam aber was noch grausamer ist - Giovanni ist nur einer von vielen, vielen Hunden, denen man sagenhafte Qualen antut, jeden Tag. Und trotz allem ist es so, dass Giovanni allen Mut zusammen nimmt, den Menschen erneut zu vertrauen und sein Leben ohne Gegenwehr in deren Hände zu geben. Es ist kaum zu verstehen.
Giovannis große Augen bitten uns um Hilfe. Und wir werden ihm zeigen, dass die Menschen verschieden sind. Die Helfer und Tierärzte in Olbia setzen alles daran, sein Bein zu retten. Aus Deutschland haben schon viele Menschen gespendet. Der aktuelle Spendenstand beträgt 360,00 Euro und es wird ganz sicher noch etwas mehr...
23.11.2009 Giovanni wurde operiert...
Lesen Sie selbst, was der Tierarzt an die Helfer des Rifugio schreibt:
„ Heute morgen habe ich das Bein von Giovannino operiert. Ich bin sehr zufrieden mit dem Ausgang des Eingriffs, auch wenn ich nicht abstreiten kann, dass ich mich einigen Schwierigkeiten gegenüber sah wegen eines großen Schadens im weichen Gewebe und aufgrund der vergangenen Zeit seit Entstehen der Verletzung.
Um die Sehnen wieder zu rekonstruieren musste ich Gewebe aus dem Oberschenkel entnehmen und transplantieren, denn dort zeigte sich das vorhandene Gewebe ausgefranst und nekrotisch (abgestorben).
Jetzt heißt es mit Geduld die postoperative Phase zu überstehen mit einer schmerzstillenden Abdeckung der Wunde. Mit der Zeit werden wir sehen ob das Bein wieder funktionsfähig wird, sicherlich wird Giovannino alles daran geben. Er scheint mit kein Typ zu
sein, der sich schnell geschlagen gibt.“
Wir freuen uns über diese Mail, denn sie zeigt, dass der Tierarzt mit großem Interesse und viel Mühe ans Werk geht! Wichtig ist nun, dass die Entzündung am Bein zurückgeht und alles gut verheilen kann. Was wir tun können ist aktuell wirklich nur Daumen drücken!!
Wir danken allen Spendern, die bei den Kosten für die Behandlung von Giovanni unterstützen. Der Spendenstand bis Heute (23.11.2009) beträgt 480,00 Euro. Hiervon kann sicherlich der Großteil der Kosten bestritten werden, wenn es zu keiner weiteren Operation kommt.
18.12.2009 Cosetta sendet uns ein par aktuelle Bilder von Giovanni mit der Bitte, dass wir ihn und sein Schicksal nicht aus den Augen verlieren sollen. Sein Bein schwillt gut ab und er ist auf dem besten Wege, dass er bald wieder vollkommen normal laufen kann!
29.01.2010 Bei youtube gibt es aktuelle Bilder von Giovanni zu sehen. Er hat sich im Rifugio mittlerweile recht gut eingelebt und zum Liebling aller Helfer gemacht :-) hier kommen sie zu den bildern!

13.02.2010 Giovanni, der mittlerweile im Rifugio lebt, ist wirklich eine imposante Erscheinung. Er ist ca. 72 cm hoch und wiegt geschätzte 60 Kg. Als wir zu seinem Gehege gingen, meldete er uns mit einem dunklen Bellen an. Da die seltenen Rasse des Dogo Sardo auch zum Bewachen von Eigentum gezüchtet wurde, ist dies ein normales Verhalten. Beim Betreten des Geheges zeigte er sich jedoch sehr verunsichert, tendenziell ängstlich, und wich uns aus. Wir bedrängten ihn nicht, sondern ignorierten ihn vorerst, um ihm zu signalisieren, dass er vor uns keine Angst zu haben braucht. Die Mitarbeiter des Rifugios gaben uns bestimmte Leckerchen mit, da er diese so gerne mag. Sie verhalfen uns tatsächlich dabei sein Vertrauen zu gewinnen. Als er seine Lieblings-Leckerchen sah, kam er näher und nahm sie ganz vorsichtig aus unserer Hand. Sobald wir ihn streichelten, wich er nicht mehr von unserer Seite. Er genoss es unglaublich und man merkte, dass er diesen Körperkontakt sehr benötigt. Legten wir beim Streicheln eine kurze Pause ein, so kam sofort seine mächtige Pfote und bat um weitere Zuwendung. In dem Moment vergisst man, dass ein großer, imposanter Rüde vor einem steht, sondern man hat eher den Eindruck, dass diese unsichere, sanfte Seele in einem viel zu großen Körper geboren wurde.
In Giovannis Blick erkennt man, dass er auch einige leidvolle Erfahrungen mit den Menschen gemacht haben muss. Dies zeigt sich auch darin, dass er, wenn man tags darauf erneut sein Gehege betritt, er wieder tendenziell ängstlich reagiert. Zwar fasst er dann etwas schneller Vertrauen als zuvor, aber bei ihm wird man einige Zeit benötigen, um sein volles Vertrauen zu gewinnen. Giovanni reagiert trotz Angst nicht mit Abwehr- oder Drohverhalten. Dies zeigt, dass er bisher einen sehr guten Charakter bewahrt hat. Giovannis Kosename im Rifugio ist übrigens „Govi“.
Giovanni lebt in dem Gehege zusammen mit einer freundlichen Hündin. Er versteht sich mit ihr prima und es gibt keinerlei Probleme. Gegenüber den in den benachbarten Gehegen lebenden Rüden verhält er sich neutral, selbst wenn ihn diese schon einmal durch den Zaun provozieren. Allerdings kann man nicht mit Gewissheit sagen, ob Giovanni auch bei direktem Kontakt gut mit Rüden verträglich ist.
Giovanni konnte im März 2010 in ein wundervolles Zuhause im schönen Sauerland vermittelt werden!
hier kommen sie zu den aktuellen Bildern!