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Claudia - verstoren -

sehen Sie hier die weiteren Bilder 

10.08.2011 - Die Gleichgültigkeit der Menschen kostete Claudia fast ihr Leben!

Die Hündin Claudia wurde am 08.08.2011 von unserem Kooperationstierheim auf Sardinien, dem Rifugio, aufgenommen. Ihr Zustand war für alle schockierend. Bitte lesen Sie die Nachricht von Cosetta, Leiterin des Rifugio in Olbia.

"Mit Gleichgültigkeit behaftet ist derjenige, der vorbei gelaufen ist: Ein Körper bedeckt mit Schmerz...

Es ist 9:00 Uhr morgens, als Claudia mich anruft. Sie hat eine Hündin in einem schrecklichen Zustand gefunden, sie weint und ist verzweifelt. Die Hündin ist dabei zu sterben. Wir fahren los, um ihr zu helfen. Unsere Gefühle zu beschreiben, ist überflüssig.

Als wir ankommen, sind auch wir von dem Anblick erschüttert: Die Hündin ist fast skelettiert und von Zecken zerfressen. Sie muss schon seit Wochen kaum noch etwas zu fressen bekommen haben und seit Tagen auch nichts mehr getrunken haben. Sie ist komplett dehydriert - ein Skelett das atmet.

In der Klinik angekommen, bleibt sie im Auto, ihr Atem geht hektisch. Als die Ärtze sie sehen, schrecken sie zurück, sie schütteln fassungslos den Kopf, schauen mich an und fragen, was wir hier noch machen wollen. Es gibt keine Hoffnung... Ich sehe sie an und sage nichts, aber sie verstehen mich auch so. 

Die Kleine wird allen notwendigen Untersuchungen unterzogen. Sie hat eine gravierende Leberinsuffizienz, hervorgerufen durch das Hungern und sie hat kaum noch rote Blutkörperchen. Wir fahren ins Rifugio, holen unsere Spenderhündin Banana, um der Hündin eine Blutransfusion zu ermöglichen. Ihr Zustand ist so schlecht, dass sie nicht die Kraft hat, den Kopf zu heben. Ich nehme ihn in meine Hände und sie sieht mich lange an. Ich entschuldige mich bei ihr, für alle, die einfach an ihr vorbei gegangen sind, entschuldige mich für alles, was ihr bisher angetan wurde und entschuldige mich dafür, dass wir vielleicht zu spät gekommen sind.

Wir haben ihr den Namen Claudia gegeben, nach ihrer Retterin, die nicht einfach an ihr vorbei gegangen ist.

Bitte helft uns, die Kosten für Claudia zu tragen, denn wir wir dürfen sie nicht aufgeben!"

17.08.2011 - Claudias Zustand ist immer noch kritisch

Claudia wurde mittlerweile aus der Klinik entlassen, denn man kann dort nur die schlimmsten Fälle behalten. Sie wurde ins Rifugio geholt, wo die Therapie fortgesetzt wird. Ihr Anblick trifft einen immer noch tief ins Herz; sie kann immer noch nicht aufstehen. Ihre Augen sehen die Helfer dankbar an, denn sie scheint zu verstehen, dass man ihr nur helfen möchte.

Claudia ist im Ambulatorio des Rifugios untergebracht, wo es eine Klimaanlage gibt. Sie erhält viele Infusionen und Medikamente und bekommt mehrere kleine Mahlzeiten am Tag, denn sie kann nur geringe Mengen zu sich nehmen.

Claudia ist noch nicht außer Lebensgefahr, aber die Helfer im Rifugio kämpfen um sie. 

23.08.2011

Die Hündin Claudia nimmt jetzt die angebotene Nahrung gerne an, aber sie ist immer noch so unendlich schwach, dass sie sich nicht aufrichten kann. Leider ist sie immer noch nicht außer Lebensgefahr, aber die Helfer im Rifugio haben große Hoffnung, dass sie es schaffen kann. Wir werden Sie weiterhin auf dem Laufenden halten!

Wir bedanken uns von ganzem Herzen für die bisher eingegangenen Spenden für Claudia! Es wird für das Rifugio eine große Hilfe sein, bei dem Kampf Claudia wieder zurück ins Leben zu holen.

Aktueller Spendenstand

Renate M. - 100,00 €, Thomas G. - 50,00 €, Hartmut + Ute P. - 20,00 €, Simone K. - 25,00 €, Jürgen + Tanja B. - 30,00 €, Annette S. - 200,00 €, Rüdiger K. - 50,00 €, Silke J. - 15,00 €, Heidrun K. - 150,00 €, Klaus B. - 80,00 €, Karin D. - 20,00 €, Klaus + Birgit B. - 200,00 €, Gitta M., - 20,00 €, Mario K. - 50,00 €, Christa U.-B. - 30,00 €, Jutta S. - 250,00 €, Evita K. - 75,00 €, Ulrich G. - 100,00 €, Ulrike B. - 10,00 €

25.08.2011 Claudia ist über den Regenbogen gegangen...

Wir erhielten die Nachricht, dass Claudia heute abend in den Armen von Cosetta für immer ihre Augen geschlossen hat.

Der Schmerz der Helfer im Rifugio ist groß, denn sie haben alles daran gesetzt, um Claudia zu einem neuen Leben zu verhelfen. Sie sind sehr verzweifelt, Claudia verloren zu haben.

Vielleicht bleibt nur der kleine Trost, dass  Claudia am Ende ihres Lebens zum ersten Mal die Liebe, Wärme und Geborgenheit durch den Menschen erfahren durfte.

Dies sind die Worte von Cosetta, der Leiterin des Rifugios:

"Ihr Lieben, heute ist unsere Kleine in meinen Armen eingeschlafen, es ist ein unglaublicher Schmerz, der mir das Herz bricht. Ich danke euch allen für das, was ihr für sie getan habt. Ich danke euch, dass ihr gezeigt habt, dass nicht alle Menschen gleich sind. Ich umarme euch, Cosetta

Ciao Claudia, ich sage Dir ciao. Das was man versucht, kann man nicht erklären...", so beginnt ein Lied von Vasco.  Wie haben wir gekämpft, um dich zu retten, es war nicht möglich, alle haben für dich gekämpft.  Aber dein Körper, der lange Zeit ohne Essen und Wasser war, hat nicht reagiert. Heute abend, als ich dich besuchte, haben wir uns viel erzählt; ich habe dir von der Zukunft erzählt und dass du sehr schnell ein besseres Leben führen würdest. Du hast auf mich gewartet, hast mich angeschaut und bist weggeflogen...

Es blieb mir der Atem aus und ich spürte eine unglaubliche Wut in mir, denn du bist nicht an einer Krankheit gestorben, du bist an der Unmenschlichkeit der Personen gestorben, die dir nicht geholfen haben, die dich weggejagt haben, als du sie um Futter und Wasser angebettelt hast. Ich fange langsam an, wieder normal zu atmen und ich denke, morgen ist wieder ein neuer Tag, nicht noch ein weiterer Tag. Morgen ist das gleiche wie heute, ein anderer Tag, und ich denke, hier kommen keine Engel an..."