23.März 2010 Die Geschichte einer brutalen Tradition...

Maria Grazia hat uns folgende Nachricht übersendet und wir sind fassungslos:
Sie schreibt: "Vor einigen Tagen wurden wir zu einem Agriturismo (Urlaub auf dem Bauernhof) gerufen, wo diese beiden Hündinnen, die man auf den Fotos sieht leben. Es hat sich dort eine Geschichte abgespielt, bei der diese Hündinnen den Tod riskiert haben.
Sie liefen frei in der Gegend herum und sind spielend in eine Schafherde hineingeraten. Der Besitzer der Schafherde hat behauptet, dass beide Hunde zwei Schafe und zwei Lämmer verletzt hätten. Auf Sardinien sind in solch einem Fall die Regeln ganz klar, wenn ein Hund den Schafen etwas tut, wird er erschossen!!!!
Wir haben also keine Zeit verloren, um zu den Hunde zu gelangen und dort angekommen bot sich uns ein grausames Bild. Beide Hündinnen waren mit einem Drahtseil an den Hinterpfoten gebunden, so dass sie weder gehen noch sitzen konnten und bei jeder Bewegung schnitt der Draht in das Fleisch. Wir konnten den Besitzer davon überzeugen, den Hündinnen diese Fussfesseln abzunehmen, aber er ließ sich nicht davon abhalten, die beiden Hündinnen anzubinden. Wir baten ihn, den Hunden nichts zu tun und dass wir uns um sie kümmern würden, denn auch wir mußten usn erst nach einer Stelle umsehen, wo sie untergebracht werden konnten."


Am nächsten Tag sind wir wieder hingefahren, um sie abzuholen, aber leider war nur noch eine Hündin vor Ort, noch immer mit einer Kordel angebunden. Die andere Hündin hat sich aus der Kordel befreien können und ist entlaufen. Wir sind auf der Suche nach ihr und hoffen, auch sie zu finden. Die angebundene Hündin, sie heißt Pallina, haben wir mitgenommen und in unserer Verzweiflung in einer Hundepension untergebracht. Das ist zwar sehr kostspielig, hat ihr aber letztendlich das Leben gerettet.



Wir suchen nun für Pallina eine Pflegefamilie oder aber eine Familie, die sie adoptiert, denn wir können uns die Kosten für die Pension auf Dauer nicht leisten. Sie wurde in unserer Tierarztpraxis kastriert."
Wir bitten Sie dringend um Ihre Mithilfe! Fast täglich erreichen die Helfer vor Ort solche Notfälle und immer heißt es; schnell handeln! Wie in diesem Fall. Wir haben alle Pflegestellen besetzt und müssen Pallina in einer Hundepension unterbringen. Trotz Sonderkonditionen, zahlen wir 5 Euro pro Tag für den Aufenthalt in der Pension. Da kommt schnell was zusammen. Hinzu kommen die Kosten für die Kastration, Blutuntersuchung, Behandlung gegen Parasiten, Test auf Mittelmeerkrankheiten und im Falle von Pallina die medizinische Versorgung der Hinterbeine. Die Schnüre haben sich tief ins Fleisch geschnitten.
Wenn Sie uns helfen können, dann bitten wir um Ihre Spende mit dem Vermerk "Ambulatorio" auf unser Konto:
Spendenkonto:
Kreissparkasse Köln
Konto 0162 272 815
Bankleitzahl 370 502 99
für Überweisungen aus dem Ausland:
IBAN: DE25 3705 0299 0162 2728 15
BIC/SWIFT: COKS DE 33
Jeder auch noch so kleine Beitrag hilft uns, die Arbeit vor Ort zu sichern!! Die Spenden mit dem Vermerk "Ambulatorio" gehen 1:1 nach Sardinien zum Ausgleich der Kosten von Notfällen wie Pallina und vielen anderen!