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Bianca

sehen Sie hier weitere Bilder von Bianca

Zu diesen Bilder möchten wir Ihnen die Übersetzung des Textes geben, der sich auf den Seiten unseres Partnertierheims in Olbia findet: "Das ist Bianca, eine Kreatur, die sich in einem völlig desolaten Zustand befindet…….durch wen?
Wieder einmal durch die Gleichgültigkeit der Menschen. Sie trieb in einem Abwasserkanal mit einer wegen Infektionen verwesenden Pfote, von Parasiten zerfressen.

Sie wurde am Freitag, den 20. Juli gefunden. Wir wollen Euch keine Fotos der Gliedmaße zeigen, es sieht zu furchtbar aus, die Parasiten haben sogar die Sehnen zerfressen. Nicola, der Tierarzt, der auch Brina betreut hat sagt, dass ihre Genesung schwierig werden wird, aber es wird alles versucht. Da die Fotos sehr schlimm sind und wir Euch genug solcher schrecklichen Bilder gezeigt haben, überlassen wir es dieses Mal Eurer Phantasie.

Ihr Körper ist übersät mit Abszessen, verursacht durch Parasiten, die in die Haut eingedrungen sind. Wir haben ihr heute eine Infusion gegeben und sie reagiert darauf, das Fieber ist gesunken und wir haben Hoffnung. Der Tierarzt meint, dass wir uns nicht zu viel Hoffnung machen sollen; die Parasiten haben auch den Anus und die Vulva angefressen.

Der Mann, der sie gerettet hat, war völlig außer sich und ist 150 km gefahren, um sie zu uns zu bringen. Keiner hat ihm geholfen. Die Polizei hatte ihm geraten, sie dort zu lassen wo sie war. Er hat sie aber gerettet, kann sie aber nicht behalten und hat uns um Hilfe gebeten. Bianca, wir haben dir die Tür geöffnet auch wenn es für dich sehr schwierig werden wird, hindurchzugehen."


26.07.2007
Bianca wird in der Tierklinik betreut. Nach der Infusion gestern schien es, als ob es ihr ganz langsam besser gehen würde. Sie frißt, nicht viel, aber selbständig.
Ihre Pfote ist fast vollständig von Würmern zerfressen, aber es scheint, dass man sie retten kann, während man anfänglich befürchtet hatte, sie amputieren zu müssen.

02.08.2007 Neueste Nachrichten von Bianca. Wie Sie auf den Bildern sehen können, hat sich ihr Befinden etwas gebessert. Sie frißt allein, liegt ausgestreckt, aber es
gelingt ihr noch nicht aufzustehen, denn die Muskulatur ihrer Hinterläufe ist sehr schwach. Die Ärzte haben mit einer Physiotherapie begonnen, um die Muskulatur wieder aufzubauen.
In ihrem Unterleib befindet sich eine Masse, die auf einen Tumor hindeuten könnte. In ihrem jetzigen Zustand jedoch kann keine narkose riskiert werden, um eine Gewebeprobe zu entnehmen und zu diagnostizieren, ob es sich um einen gut- oder bösartigen Tumor handelt. Sie wird jetzt erst einmal stabilisiert.

11.08.2007 Bianca kann leider immer noch nicht aufstehen, obwohl sie sich körperlich schon einigermaßen erholen konnte. Von einer Gewebeprobe aus der Verdickung im Unterleib erhoffen sich die Tierärzte in Olbia nun erste neue Erkenntnisse. Die Narkose muss nun gewagt werden.  Wir berichten, sobald Bianca die OP geschafft hat und natürlich, wenn die Ergebnisse vorliegen.

Wir hoffen und beten nun für die kleine Bianca. Gestern wurde Sie erst einmal ins Rifugio gebracht. Sie ist hier im Ambulatorio untergebracht und kann sich nicht bewegen. Wir brauchen keinem Hundefreund zu sagen, welcher Stress das für die kleine ist. Um sie herum ist das Gebell von 700 Hunden und sie ist dazu verdammt auf einer Stelle zu liegen. Es ist furchtbar. Aber sie ist auch nicht transportfähig, so dass wir aktuell nichts tun können.

Sie ist nun nicht mehr in Lebensgefahr - aber sie hat auch kein Leben...

Hier ist der Text, in unsere Kolleginnen in Olbia auf der Homepage veröffentlicht haben:
Liebe Helfer, heute, am 09.08.07 ist unsere Bianca aus der Klinik entlassen worden und zu uns ins Rifugio gekommen. Hier liegt sie im Ambulatorio auf einer Decke, die iene Touristin gespendet hat. Hoffen wir, dass dies ihr Glück bringt, denn davon benötigt Bianca viel.
Gestern wurde eine Biopsie aus der Verdickung im Bauchraum gemacht und an das histologische Institut zur Untersuchung geschickt. Hoffen wir das Beste.
Sie ist eine außergewöhnliche und ganz sanfte Hündin. Ihre Augen sind wie zwei Pfeile, die sich ins Herz bohren, denkt man an das Leid, dass ihr widerfahren ist. Bianca, wir werden zusammen mit den Menschen, die sich für dich interessieren alles tun, um dir schöne Tage zu schenken. Kopf hoch, Bianca, wir sind viele, die sich um dich sorgen.

28.08.2007 Heute Morgen erreichten uns die traurigen Nachrichten von Bianca. Die Untersuchungen haben ergeben, dass Bianca einen großen und sehr bösartigen Tumor hat, den man nicht operieren kann. Der Tumor ist mitunter auch der Grund, warum Bianca nach wie vor nicht laufen kann. Er hat bereits im Körper an vielen Stellen Metastasen gestreut und ist nicht mehr aufzuhalten. Die Helfer in Olbia versuchen Ihr nun noch ein paar schöne Tage zu machen, solange es gelingt sie schmerzfrei zu halten. Aber sie möchten Bianca auf keinen Fall leiden lassen.

Es wird also nicht mehr lange dauern, bis wir Bianca von ihrem Leiden erlösen müssen. Wir hätten uns so sehr gewünscht der kleinen Hündin noch schöne Seiten des Lebens zu zeigen - aber es soll nicht sein. Wir können nicht ausdrücken, wie sehr wir die Welt an solchen Tagen verfluchen. Gegen Krebs sind wir immer noch machtlos und schon sehr viele unserer Freunde sind an den Folgen dieser Krankheit gestorben.

Wir danken allen, die das Schicksal von Bianca bis hierhin mit verfolgt haben und besonders auch den Spendern, die geholfen haben, die Kosten für die Diagnostik und die bisherige Behandlung zu bestreiten.
Uns bleibt also nur der langsame Abschied von unserer tapferen Bianca. Wir sind traurig und immer wieder fassungslos, wie machtlos man manchen Dingen gegenüber steht.

10.09.2007 Wir haben die neuen Bilder von Bianca bekommen und sehen, dass  wieder Leben in ihre Augen zurück gekehrt ist. Vielleicht hat sie doch noch die Gelegenheit für einige Wochen das Glück zu erfahren, dass es Menschen gibt, die sich liebevoll kümmern. Alleine die tägliche Mahlzeit wird für Bianca eine unbekannte und neue Erfahrung sein, die sie ein wenig stabilisiert.
Allerdings ist es dennoch so, dass der Tumor ihr nicht mehr viel Zeit lassen wird. So machen uns die Bilder - obwohl sie sehr schön sind - gleichermaßen sehr, sehr traurig.

11.09.2007
Heute Morgen fuhr die Leiterin des Rifugio ins Tierheim, um das Essen für Paky zu bringen. Paky verträgt das Dosen- und Trockenfutter nicht und bekommt deshalb immer wieder mal frisch gekochte Mahlzeiten. Als sie am Tor angekommen war, traute sie ihren Augen nicht. Bianca kam ihr entgegen gelaufen. Sie waren sicher, dass Bianca nicht mehr laufen kann - aber die kleine Kämpferin hat es Heute allen gezeigt! Sehen Sie HIER die neuen Bilder.

17.10.2007
Wegen der Suche nach Leni haben wir die letzte Woche nicht mehr über Bianca berichtet. Viele haben zwischenzeitlich nach ihr gefragt und sehr, sehr viele Menschen sind in Gedanken bei ihr. Bianca hat leichte Fortschritte gemacht und immer öfter sieht man sie auch laufen. Die Muskulatur hat sich ein wenig gebildet - und es macht riesigen Spaß die neuen Bilder zu sehen, auf denen Bianca sich völlig frei zwischen den anderen Hunden bewegt!! Gleichzeitig schnürt das Wissen um den Tumor einem die Kehle zu und lässt alle Freude ersticken.

Ein Angebot von einer lieben Familie liegt für Bianca vor. Sie möchten ihr ein letztes und schönes Zuhause bieten - für die Zeit die Bianca noch bleibt. Sie wurde nun geimpft und gechipt, so dass sie zur Ausreise nach Deutschland bereit ist. Auch der Tierarzt hat nun sein o.k. gegeben. Bianca müsste stabil genug sein, um den Flug nach Deutschland gut zu überstehen. Sie ist nach und nach stabiler geworden und auch die Augen sprechen schon eine deutlich andere Sprache als noch vor zwei, drei Wochen.

Auf den neuen Bildern sieht man, dass Bianca im Rifugio einen Freund gefunden hat. Das freut uns sehr! Aber trotzdem braucht sie nun die Fürsorge der Menschen.  Sie hat immer noch große Angst vor fremden Menschen und sicherlich wird sie hierfür sehr gute und schreckliche Gründe haben. Man muss der sanften Hündin wirklich schlimmes angetan haben. Aber sie wird schnell merken, wer es gut mit ihr meint und sicherlich auch schnell eine Beziehung zu IHREN Leuten aufbauen. Mit den Helfern im Rifugio, die sie bereits kennt , ist sie sehr vertraut und liebevoll.
Wir werden nun, nachdem wir Leni heil und sicher zurück haben, endlich auch mit Bianca voran kommen und den Kontakt zur Pflegefamilie wieder aufnehmen. Wir hoffen, dass sie jetzt schnell die Reise in ein Zuhause antreten kann.

11.12.2007 Eine Nachfrage im Gästebuch erinnert uns daran, dass wir schon länger nicht mehr über den Zustand von Bianca berichtet haben. Bianca entwickelt sich weiterhin gut und wird mehr und mehr stabil. Die aktuellen Bilder zeigen, dass sie immer noch einige Verletzungen hat, die aber täglich versorgt werden und auf dem Weg zum Abheilen sind. Was länger dauert, sind die Wunden der Seele. Noch immer ist Bianca auf der Flucht, wenn wir - als fremde - das Rifugio betreten. Sie lebt hier auf der Piazza (dem Eingangsbereich) frei mit den anderen Hunden und hat durch den täglichen Auslauf schon wieder eine einigermaßen gute Muskulatur bekommen. Mit den Helfern vor Ort zeigt sie sich nun vertraut. Sie weiß, dass man es gut mit ihr meint und scheint sehr dankbar für diesen Platz unter den anderen Hunden, der wahrscheinlich das Beste ist, was sie je kennenlernen durfte.
Nach wie vor haben wir ein gutes Pflegestellen-Angebot für Bianca, dass zeitlich nicht begrenzt wurde. Bianca wird in Olbis umfangreich behandelt und lernt hier neues Vertrauen in die Menschen zu setzen. Wir danken allen Spendern, die diesen Weg bis hierher möglich gemacht haben!
Wir werden gemeinsam mit den Helfern vor Ort versuchen, den richtigen Zeitpunkt für eine Umsetzung nach Deutschland abzupassen. Bislang haben wir uns schwer getan, weil Bianca vor allem in Bezug auf den Menschen eine immer weitere positive Entwicklung gezeigt hat, sich hier aber nun geborgen und Zuhause fühlt. Eine erneute Umstellung würde zunächst mal einen großen Rückschritt bedeuten, den sie nur überstehen kann, wenn sie auch körperlich stabil genug ist.

07.04.2008 Nachdem Bianca die letzten Monate in Olbia immer stabiler wurde und sich gut erholt hat, kam am Freitag, den 04. April endlich der große und lang ersehnte Tag, an dem Bianca die Reise nach Deutschland antreten durfte! Bianca wurde von unserer Helferin, Gaby Mertz, am Flughafen in Olbia in Empfang genommen, um die Reise nach Hannover anzutreten. Bereits beim Check In waren wir gegeistert, wie gelassen und mutig unsere kleine Kämpferin die neue Umgebung und die Aufregung am Flughafen hin genommen hat!

Bereits vor Monaten erhielten wir ein sehr gutes Angebot einer Familie aus Eschwege, die sich bereit erklärten Bianca aufzunehmen und sie zu betreuen, solange sie noch ein lebenswertes Leben haben wird. Sie sollte ENDLICH die schönen Seiten des Lebens kennenlernen und besonders die kostbare letzte Zeit in vollen Zügen genießen dürfen. So machte Gaby Mertz sich mit Bianca auf die Reise. Bianca hat den Flug gut verkraftet und ist wohl erhalten in Salzgitter angekommen, wo sie noch einen Tag auf ihre neue Familie warten musste.

Am Samstag wurde Bianca dann von ihrer Familie abgeholt und mittlerweile ist sie gut dort angekommen, wo sie nun die letzten Monate verbringen soll. Wenn man sich die ersten Bilder von Bianca anschaut und dann vergleicht, wie sie heute aussieht, dann liegen optisch Welten dazwischen und sie hat extreme Fortschritte gemacht. Allerdings wenn man genauer hinschaut ist schnell zu erkennen, dass der Krebs nach und nach den kompletten Körper mit Metastasen quält. Die großen Geschwüre am Bauch gehen schon auf und weitere wachsen neu hinzu. Wir denken, dass sie noch schmerzfrei ist und hoffen, dass wir den Zeitpunkt, an dem wir Abschied nehmen müssen, noch lange heraus ziehen können. Bianca wird in den nächsten Tagen einem Tierarzt vorgestellt und wir werden berichten, wenn wir die ersten Befunde und einen Überblick haben, in welchem Zustand sie aktuell ist und wie wir am besten helfen können.
 
08.04.2008 Bianca wurde nun erst einmal einem Tierarzt vorgestellt. Ihr Allgemeinzustand ist recht stabil und die Tierärztin möchte in einigen Tagen den Tumor operativ entfernen. Erst während der OP wird sich herausstellen, in wie weit sich im Bauchraum weitere Metastasen befinden und ob auch diese entfernt werden können.

 
16.04.2008
ein Bericht aus Biancas neuem Zuhause:

Jetzt sind es fast zwei Wochen seit Bianca bei uns eingezogen ist.
Schon auf der Fahrt von Salzgitter nach Hause zeigte sich das „Bärchen“ sehr neugierig, stellte sich auf, um die Geschehnisse auf der Autobahn zu verfolgen und war kein bisschen ängstlich oder verstört. Nachdem wir alle Möglichkeiten vorher durchgespielt hatten, nach dem Motto: was tun wir , wenn.... zeigte uns diese kleine Kämpferin, was sie alles kann.
Vorsichtig, aber nicht verängstigt erkundete sie das neue Terrain, fraß sofort aus der Hand und zeigte sich ruhig, aber unerschrocken.

Am nächsten Tag war dann ein Bad angesagt. In der Flugbox wurde sie in die Wanne gestellt – und wieder überraschte sie uns alle. Ganz ruhig stand sie da und ließ sich einschäumen und waschen, selbst das offene Bein durfte ich säubern. Duftig und flauschig wie ein Wattebällchen zog sie sich dann in ihre Box zurück und schlief erst einmal ein. Am Montag dann stellten wir sie „ihrer“ Tierärztin vor. Die Geschwulst am Bauch, die große Wunde am rechten Vorderbein, die bislang nicht richtig heilen wollte, viele Geschwülste am ganzen Leib – es gab viel zu untersuchen. Bianca saß voller Vertrauen auf dem Untersuchungstisch und schien zu wissen, dass ihr geholfen werden sollte. Mit Salbe und Creme für die Behandlung des Beines ausgestattet verließen wir die Praxis mit der Hoffnung, nach einer Eingewöhnungsphase bei uns würden die Geschwülste operiert werden.

Das Schicksal von Bianca ließ auch die Besitzer des „Futterladens“ nicht kalt und spontan spendete das nette Ehepaar einen schicken Korb aus Plastik, in dem Bianca nach der Operation gut transportiert werden kann mit einem dicken weichen Kissen, dessen Bezug separat gewaschen werden kann und eine große Tüte mit Köstlichkeiten, die eine Hundeseele höher schlagen lässt. – Vielen Dank an dieser Stelle noch einmal dafür! Nachdem so lange Zeit nicht klar war, ob Bianca dem Risiko des Umzugs von Olbia nach Eschwege gewachsen wäre, ist jetzt eines klar: Die Entscheidung sie nach Deutschland zu holen war richtig. Wenn sie einen mit ihren dunkel umrandeten Augen ruhig und abwägend betrachtet, wenn sie auf Schritt und Tritt mithumpelt, so gut es das verletzte Bein zulässt, wenn sie das Köpfchen ans Bein drückt und gestreichelt werden möchte, wenn sie in der Tür steht und dem Gesang der Vögel zu lauschen scheint, der Wind in ihren abgeschnittenen Ohren weht, dann spürt man, wie sehr diese Hündin ihr neues Leben genießt. Wollen wir alle hoffen, dass dies noch lange so sein wird.

Am Freitag wird Bianca operiert. Wir hoffen, dass sie die Operation gut übersteht und, wenn in 10 Tagen die Fäden gezogen werden können wir ihnen weiter von Biancas  Entwicklung berichten können

18.04.2008

Hier kommen die ersehnten Nachrichten aus Eschwege!!
Bianca ist wieder zuhause.

Sie ist noch sehr müde, doch sie hat die Operation gut überstanden.
Als wir heute morgen um 8.00 Uhr Bianca und ihren Korb ins Auto packten, war uns allen nicht so ganz wohl. In der Praxis war schon alles vorbereitet. Sie bekam eine Beruhigungsspritze und wir durften noch 10 Minuten bleiben, bis die Wirkung einsetzte. Dann mussten wir gehen, was uns beiden nicht leicht fiel.
Als ich um 12.00 Uhr in den Behandlungsraum kam, versuchte Bianca schon aufzustehen und fiepte ein bisschen. In einer Schale konnte ich den Tumor genauer betrachten: 850! Gramm schwer, wie ein Ball so rund und fest erinnerte er mich an eine Roald Dahl Kurzgeschichte.
Der Tumor ist also endlich fort, was, bei dem Gewicht, schon einen enormen Gewinn an Lebensqualität für Bianca bedeuten wird. Die verschiedenen Geschwülste sind entfernt und die Zysten sind punktiert worden, die Wolfskrallen wurden auch gleich eingekürzt und eine Wucherung am rechten Auge, die dazu geführt hat, dass das Auge sich entzündete ist mit einem Keilschnitt entfernt  und mit drei Stichen mit blauem Faden genäht– der arme Hund sieht aus wie eine Landkarte. Passend zum türkisfarbenen Body, in den sie gesteckt wurde, damit sie nicht an den Wunden lecken kann, sind die verschiedenen anderen Wunden mit Silberspray und Grün „verziert“. 
Mit einer großen Tüte Medikamenten, vielen Tipps und Hinweisen versorgt, zogen wir mit unserem Hund im Korb dann nach Hause. Sichtlich erleichtert, wieder zuhause zu sein entspannte sie sich sofort und schlief ein. Hin und wieder erwacht sie, fiept leise und genießt die streichelnde Hand und lehnt den Kopf an meine Schulter. Will ich den Platz neben ihrem Korb verlassen, versucht sie aufzustehen, um mir zu folgen. Deshalb muss ich jetzt schnell aufhören und wieder meinen Platz neben dem Korb einnehmen – Bianca wartet schon.

28.04.2008
Bianca war heute zum Fäden ziehen. Lesen Sie den Bericht der Pflegefamilie:
Die Fäden sind gezogen! Zwar immer noch tausend "Baustellen", die grün und silbern leuchten, doch Frau Schinkel ist sehr zufrieden. Die Nähte heilen sehr gut, Bianca hat ganz still gehalten und nicht einmal mit der Wimper gezuckt als die Fäden am Augenlid gezogen wurden. Den schmucken Body habe ich als ich heute nachmittag nach Hause kam ausgezogen und wir wollen abwarten, ob sie an den Wunden leckt.
Die große Beinwunde ist inzwischen sehr gut abgeheilt, nur drei kleine Stellen, die aber schon ein Grind haben sind noch behandlungswürdig. Frau Schinkel meinte, eine alte Socke, über diese Stelle gezogen, würde dann der Druckstellenbildung vorbeugen.
Hund und Herrchen sind gleichermaßen erleichtert und werden weiter über die Heilung und Entwicklung berichten.
Herzliche Grüße
Gabriele Vock und Bianca

10.05.2008
Bianca ist wohlbehalten wieder zu Hause. Die vereiterte Gebärmutter mit ganz vielen (gutartigen) Zysten wurde entfernt und an einer Stelle, wo ein Blutgefäß bei der anderen Operation vernäht werden musste,hatte sich eine Fistel gebildet, die ebenfalls gleich entfernt wurde.
Bianca trägt wieder ihren türkisen Body und macht schon einen ganz munteren Eindruck.
Gestern morgen wurde bei der Untersuchung Eiter in der Scheide festgestellt und nachdem die bisherige Versorgung nicht den erwünschten Erfolg gezeigt hat wollte Frau Dr. Schinkel kein Risiko eingehen und hat heute morgen um 8.00 Uhr operiert.
Es geht Bianca gut und mir erst recht, denn diesmal hatte ich wirklich ein ganz ungutes Gefühl.Nachdem Bianca gestern abend dreimal erbrochen hatte und so wackelig auf den Beinen war und immer apathischer wurde und sie heute nacht schon richtig "zusammengefallen" wirkte, hat sie uns mal wieder bewiesen was sie alles durchstehen kann.
Schöne Pfingsttage und ganz fröhliche Grüße
Gaby Vock

19.05.2008

ganz schlechte Nachrichten von Bianca... Die epilepsie-ähnlichen Anfälle, die sie seit ein paar Tagen hat, die Lähmungserscheinung im linken Hinterbein und ihre allgemeine Apatie deuten auf eine nervöse Staupe hin.

Eine positive Nachricht: Die Laborwert haben keine Blutparasiten ergeben. 
Die momentane Verfassung von Bianca ist sehr schlecht. Sie kann sich nicht mehr auf den Beinen halten, klappt einfach um, ist apatisch, einfach ein Häufchen Elend.
Bianca wurde zwar in Olbia gegen Staupe geimpft, muss sie aber schon einmal gehabt haben, denn die hornigen, schwieligen Fußballen, s.g. hard-pads, und abgeplatzter Zahnschmelz deuten darauf hin. Durch die beiden Operationen scheinen die körpereigenen Schutzschilde geschwächt, sodass die Staupeviren wieder wandern konnten.
Frau Dr. Schinkel hat heute diverse Medikamente gespritzt und wir müssen abwarten was passiert.


21.05.2008 
was wir uns alle nicht gewünscht haben ist nun eingetreten. Bianca macht sich auf den Weg über den Regenbogen.
Seit gestern ist sie apathisch und leckt kaum die Astronautennahrung vom Löffel. Sie verliert sichtlich an Gewicht und als Frau Schinkel heute morgen den Bauchraum schallte wurde es zur Gewissheit. Im Bauchraum ist eine große Masse, die Milz ist betroffen und in der Leber ist ebenfalls ein großer dunkler Fleck. Am After hatte sich schon am Montag eine Wucherung gebildet, die innerhalb von Stunden regelrecht explodiert war.
Trotz allem ist die Wundheilung toll verlaufen, die Narbe der 1. OP ist nur noch ein feiner Strich und auch die Heilung der 2. Naht sieht sehr gut aus. Das alles war so trügerisch. Noch vor der 2. Operation am Pfingstsamstag hatte Frau Schinkel ja den Bauchraum ultrageschallt und nichts war zu erkennen, was auch nur den Anschein von Mißtrauen geweckt hätte. Die Tumore müssen regelrecht explodiert sein.
 
Bianca hat Schmerzmittel bekommen und jetzt liegt sie in ihrem Korb und schläft. Doch die Zeit des Abschieds ist da. Ich sehe Frau Schinkel heute abend und wir werden dann sehen, wie der Tag verlaufen ist.
 
Das es so schnell geht hätte ich nach der 1. Operation nie und nimmer erwartet. Sie hatte sich wunderbar erholt und wirkte so lebensfroh. Jetzt ist es an uns, sie nicht leiden zu lassen und ihr einen sanften Abschied zu ermöglichen.
Ich bin todtraurig.
Gabriele Vock

21.05.2008
Bianca ist tot.
Heute abend um 20.20 Uhr hat Frau Dr. Schinkel sie erlöst.
 
Heute morgen hatte sie ein starkes Schmerzmittel bekommen, dessen Wirkung aber nur Stunden anhielt.
Bianca lag den Tag über ganz still, doch sie hechelte und die Herzfrequenz war sehr hoch und ihre Augen blickten schon, als wäre sie auf dem Weg. Sie hatte seit gestern nichts mehr gefressen und heute wollte sie auch nicht mehr trinken. Ich habe ihr mit einer Pipette das Wasser eingeträufelt und auch noch von den Bachblüten, die heute von Frau Siefermann kamen, gegeben. Doch ich konnte sehen, ihre Augen waren auf die Ferne gerichtet. Ich habe mit Frau Schinkel zuvor lange gesprochen und sie machte mir klar, dass nun die Gefahr einer Lungenembolie bestünde und das hätte bedeutet, Bianca wäre fürchterlich erstickt. Als Frau Schinkel vorhin kam setzte dieses blubbernde Atmen schon ein und in diesem Moment war ich mir sicher, auch wenn es für uns Menschen schwer ist, Biancas Reise hatte schon begonnen. Sie bekam ein hochdosiertes Schlafmittel und sie ging ganz leise und sanft über den Regenbogen. Kein Schnaufen, kein Zucken, die Atmung setzte einfach aus - was blieb war ihr sanftes Gesicht. Selbst im Tod wirkte sie wie ein Lämmchen. So sanft und zart wie sie war ist sie davon gegangen.
Wir haben sie in unserem Garten begraben und können ihr Grab von allen Fenstern aus sehen. Es ist ein friedlicher Ort, neben einem Kirschbaum, ein Platz auf den die Sonne scheint, umgeben von grünen Pflanzen.
Wir hätten uns noch so viel Zeit mir ihr gewünscht, sie war so bezaubernd und sie war ein Geschenk an uns.
Wir sind sehr traurig.
Gabriele Vock