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Bengo - verstorben -

sehen sie hier die weiteren bilder    

Das ist Bengo, so haben ihn die Jungen getauft, die ihn auf Sardinien gerettet haben, einen kleinen Rüden von ca. 4 Monaten.
Eines nachts vor ca. 10 Tagen haben die Jungen auf ihrem Weg nach Hause den kleinen Welpen völlig verschreckt am Straßenrand entdeckt, eine Pfote am Boden schleifend. Sie haben das Auto angehalten und versucht ihn zu fangen, aber der kleine Hund war so verschreckt, dass er sich versteckt hat. Am nächsten Tag waren die Jungen wieder da, um nach dem Welpen zu sehen und ihm Futter zu bringen. Der Kleine sah ihnen von Weitem zu, aber seine Angst war noch so groß, so dass er sich wieder versteckt hat. Das ganze dauerte 10 Tage, bis sich der kleine Welpe endlich traute, Vertrauen zu fassen und der schreckliche Hunger ihn dazu veranlaßte, sich mitnehmen zu lassen.

Auf den ersten Blick sah er furchtbar aus, abgemagert, das Fell stumpf, sein Körper übersät mit unzähligen Zecken und Flöhen. Und dann sein Pfötchen, dass von diesem kleinen Körper herunterhing. Er wurde gefüttert und in einer Garage provisorisch versorgt, denn in das Haus konnten ihn die Jungen nicht bringen, da dort schon andere Hunde waren und der Platz nicht ausreichend war. 

Am nächsten Tag haben sie Maria Grazia, von unserem Partnerverein Cani di nessuno, kontaktiert und um Hilfe gebeten. Der kleine Welpe wurde zur ersten Untersuchung in die Tierarztpraxis gebracht. Ohne eine Röntgenaufahme gemacht zu haben konnte man vermuten, dass er eine Fraktur am Oberarm hat. Maria Grazia wird den Kleinen jetzt einem Facharzt vorstellen, der ihn wohl operieren wird.

Der Kleine hatte starke Schmerzen und schrie, wenn man ihn anfaßte, aber mittlerweile vertraut er den Menschen, die ihn gerettet haben und ist sehr lieb. Aktuell bekommt er natürlich Schmerzmittel. Wie man sehen kann, ist er sehr verwahrlost, aber man weiß nicht, wie lange er schon auf der Suche nach Futter unterwegs war und dabei muss ihm etwas wiedrfahren sein. Wir werden in den nächsten Tagen in Bezug auf die Untersuchung und den operativen Eingriff weiter berichten.  

17.10.2011 - Bengo ist von uns gegangen... 

Bengo hatte den zweistündigen Eingriff gut überstanden, der Weg in eine bessere Zukunft war frei – aber dann geschah das Unfassbare, er erlitt einen Herzstillstand.  

In diesem Moment, in dem man diese Zeilen zu Papier bringt, wollen einem die Finger nicht gehorchen und Tränen laufen über das Gesicht. Täglich sieht man sich dem Elend der Tiere gegenüber, vor allen Dingen die Kollegen vor Ort.

So haben wir uns gefreut, dem kleinen Bengo helfen zu können und ihn in eine bessere Zukunft schicken zu können.  

Bengo hatte gut an Gewicht zugenommen, sein Fell war gepflegter, sein Allgemeinzustand gut und es stand der Operation nichts im Wege. 

Der kleine Bengo hat es nicht geschafft. Maria Grazia berichtete, dass er ganz ruhig in der Praxis angekommen sei,  im Hof noch schnell sein Geschäft erledigt hatte und dann haben die Vorbereitungen für die OP begonnen. Er wurde in Narkose gelegt und sein Herz schlug ganz normal. Der Bruch war kompliziert und der Eingriff dauerte zwei Stunden, aber er hatte alles gut überstanden und war gut wieder aus der Narkose aufgewacht.

Nach einer Stunde jedoch bekam er Atembeschwerden und sein Herzschlag setzte abrupt aus. Die Tierärzte versuchten eine halbe Stunden lang, ihn wiederzubeleben, aber leider ohne Erfolg. Bengo war über den Regenbogen gegangen.  

Trotzdem Bengo noch nicht lange in den Händen der Tierschützer war, hinterlässt er eine große Lücke. Er ging den Menschen unter die Haut, mit seiner sanften Art.  

Leb wohl, kleiner Bengo, möge Dich eine bessere Welt erwarten……….