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10.01.2009 Ein besseres Leben für Luna!

Am 30. August 2008 haben wir die 7 Welpen von Luna (Anna, Amelia, Alessio, Arturo, Augusto, Ariana und Angela) auf einer Pflegestelle in Deutschland aufgenommen. Die Kleinen wurden Anfang Juni auf Sardinien geboren und sind heute schön längst vermittelt und in ihren Familie gut aufgehoben.

Luna, die Mutter der Welpen, lebt weiterhin in einem Ortsteil von Budoni, auf Sardinien. Sie hatte ihre Babys  damals – völlig auf sich alleine gestellt – zur Welt gebracht und versorgt. Auf ihrer täglichen Suche nach etwas essbarem kreuzten sich ihre Wege mit denen von Susanna, einer sehr tierlieben einheimischen. Susanna bemerkte sofort, dass Luna ein großes Gesäuge hatte und folgte ihr auf der Suche nach den Babys. Fortan fuhr Susanna täglich auf das sehr ungepflegte Grundstück, auf dem Luna ihre Welpen geschützt versteckt hat und brachte Futter für die kleine Familie. Susanna bat unsere Helfer vor Ort um Unterstützung, bei der medizinischen Versorgung und den Kosten für das Futter. Wir sprachen mit dem Besitzer des Geländes. Aber der wollte die Welpen nicht und informierte sofort die Tierfänger, die sofort kamen.

Im letzten Moment konnten wir die Katastrophe verhindern und den Welpen die Fahrt ins „Canile Europa“, ein berüchtigtes Massenlager in Olbia, ersparen. Wir hatten zum Glück schon einen Termin beim Amtstierarzt zum Chippen der Welpen und so durften sie in unserer Obhut bleiben. Sie saßen schon im Auto der Hundefänger und wurden nach einigen hitzigen Diskussionen dann wieder ausgeladen. Wer die Verhältnisse vor Ort kennt, der weiß, wie viel Glück die Welpen hatten und wie viel Leid ihnen erspart geblieben ist.

Schon zwei Tage später haben wir sie nach Deutschland geholt. Wir sollten keinerlei Risiko mehr eingehen.  Die Mama, Luna, musste dort bleiben. Der Besitzer wollte sie nicht her geben, obwohl er sich nicht um die Hündin kümmert. Stattdessen sollte sie weiterhin ein völlig verwahrlostes Grundstück bewachen, auf dem es absolut nichts zu stehlen gibt. 

                   


Dennoch hat sich auch Lunas Leben ein Stückchen zum Guten gewendet. Drei Familien aus dem Ort kümmern sich nun abwechselnd um Luna. Sie pendelt zwischen ihnen hin und her, kommt und geht, wann sie Lust hat. Aber es ist ihr eine tägliche Mahlzeit sicher und sie scheint sich nun mit ihrem neuen Leben sehr wohl zu fühlen.

Gemeinsam mit dem Tierarzt hat unsere Helferin vor Ort Luna dann am 20. Dezember eingefangen und zum vereinbarten Kastrationstermin gebracht. Sie durfte dann bis zum Fäden ziehen auf unserer Pflegestelle bleiben und wurde am 4. Januar wieder in ihr gewohntes Umfeld zurück gebracht. Luna fühlte sich die Tage auf der Pflegestelle sehr wohl und sie genoss die Aufmerksamkeit und Streicheleinheiten sehr – aber ebenso freute sich sich, wieder in „ihrem Zuhause“ angekommen zu sein und ging wedelnd auf die Hütte zu, welche die Familien für sie gemeinsam angeschafft und bereit gestellt hatte. Wir werden Luna weiterhin ab und an besuchen und freuen sich, dass sie nun ein lebenswertes Leben in ihrer gewohnten Freiheit führen darf, aber nicht mehr ganz auf sich alleine gestellt ist!

Luna ist nur ein Beispiel für viele Happy Ends, die wir mit dem Einsatz von Geld und aktiver Hilfe vor Ort leisten können. Möglich ist dieser Einsatz nur durch die Spender und SOS-Paten, die unsere präventive Arbeit auf Sardinien unterstützen! Nur die gezielte Geburtenkontrolle durch Kastrationen machen es möglich, die Bedingungen für die Hunde vor Ort langfristig und nachhaltig zu verbessern. Wenn auch Sie unser Vorhaben unterstützen möchten, dann bitten wir Sie um Übernahme einer SOS Patenschaft! hier finden sie das formular zum download. Für alle Fragen hierzu stehen wir gerne per Mail zur Verfügung unter kontakt@niemandshunde.de.